Im Traum oder Delirium ,Einzelausstellung von Milad Rahimi

Unbenannt-1

Im Traum oder Delirium

Vernissage am 21.04.2017, 18 Uhr

Einzelausstellung von Milad Rahimi

Digital Malerei/

Im Traum oder Delirium

Wie lang soll vergehen dein Leben mit deiner selbst
Auf der Suche nach dem Alles oder Nichts
Trinken wir auf ein Leben, auf das der Tod wartet
Sollen wir auf seine Vergänglichkeit im Schlaf oder in Trunkenheit trinken?

Seit jeher ist die vergängliche Schale des Menschen der Launen und der Macht der Natur unterlegen.

Die wenigen Menschen, die über ihr physikalische Schale als Mensch hinauswachsen und sich dem unendlichen Tiefe dieser Schöpfung widmen, werden ihren Mitmenschen Fremd. Denn ihrem Geist reicht das täglich Brot nicht mehr und dieser fordert mehr um genährt zu werden. Ohne das Verständnis des Ganzen mit der Ratio als seine tragende Säule erscheint die menschliche Schale leer und unvollkommen. Khayyam sieht in diesem Zusammenhang die Trunkenheit als die Trennung zwischen klarem Verstand und dem menschlichen Körper in seiner physikalischen Funktionalität. Die vollkomme Trennung erfolgt nach seiner Sicht allein durch den Wein des Wissens, da er die endgültige Akzeptanz der Endlichkeit in seiner Ewigkeit durch die Ratio begreifen lässt und zum „Los lassen“ der physikalischen Schale verhilft. Diese Menschen bezeichnet er als „Wissenstrunken“

Die Menschen, die dem tieferen Sinn des Daseins gegenüber jedoch gleichgültig sind, bezeichnet er als „schlafende Menschen“. Bei diese Art Menschen zieht das Leben ohne jegliche Interaktion mit ihrem Geiste und ohne jeglichen Beitrag ihrerseits an ihnen vorbei. Nach dem Tod ihres Körpers hat diese Lebensform auch die Erlöschung ihres Geistes zur Folge und macht diesen ebenfalls vergänglich.

Hierbei stellt sich dem Künstler die Frage, welche Existenzweise sich gut bewährt? Eine einfache Lebensart im Schlaf der Ignoranz und des Unwissens oder ein Leben im Dienste der Ratio als Wissenstrunkener.

In dieser Kunstreihe wird die Auseinandersetzung des Menschen mit der ewigen Ratio und die Endlichkeit seiner selbst dargestellt. Diese Arbeit geht auf den persischen Mathematiker, Astronom, Philosoph und Dichter Omar Khayyam und seine Schriften zurück, die den Künstler inspiriert haben.

 

Ausstellungszeitraum 21. April . – 18. Juni. 2017

 

Milad Rahimi
Geboren am 21. Mai 1988 in Teheran (Iran) Architekt und Stadtplaner

Während seines Architekturstudiums in Teheran beschäftigte er sich bereits mit diversen Kunstarten und Kunsttechniken und sammelte die ersten Erfahrungen. Danach arbeitete er professionell als Chefdesigner sowie -graphiker für verschiedene namhafte Unternehmen wie „Golden Berry“ und „Icepack“.

Milad war immer an der künstlerischen Ausdrucksweise jegliches Gedankengutes interessiert. Er ging dies nicht nur beruflich an, sondern sah es als seine persönliche Berufung, die ihn sein Leben lang begleitet. Aus diesem Grund initiierte er neben seiner beruflichen Laufbahn auch viele eigene Kunstriehen und -projekten um einen Dialog in einer allgemeingültigen Sprache – die Sprache der Kunst – über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus anzuregen.

 

 

_________________________________________________________________________________________

Amene Moayedi ” La Corne qui Pique la Fesse de ”  ab 21.02.2017 – 18.03.2017

Expo site

                                                        ” La Corne qui Pique la Fesse de Dieu “

Actuellement, dans un monde entouré par la dualité entre l’humanité et le mal, quel est le rôle de Dieu ? Est-ce le diable ou cette âme qui nous habite? Ou est-ce cet esprit de l’unité qui erre et nous égare?

L’humain est aujourd’hui cantonné à son cercle, son monde. Il se contente de paroles éloquentes sans les mettre en actions. Où est l’humanité ? Elle doute. Comme dans le livre Ecclésiaste de Salomon, elle manque de confiance en Dieu et laisse les démons prendre le dessus sur les actes. J’ai réalisé une série de dessins Dieu se faisant piquer les fesses par la corne du Diable.

Ameneh,

Juillet 2016 Paris.

 

Ameneh Moayedi nimmt die ewige Frage nach dem Bösen in Angriff. Falls der Teufel aus unserem Glauben verschwunden ist, so hat er dennoch vielleicht noch nie so verheerend sein Unwesen getrieben. Sein Horn verletzt uns und, schlimmer noch, versucht unsere Welt zu zerstören. Es ist von diesem Schmerz, geboren aus dem angsteinflößenden Universum welches das unsrige geworden ist, vom dem Ameneh Moayedis Werke sprechen. Die Künstlerin bedient sich sehr einfacher Mittel um die Dinge auf den Punkt zu bringen. Ihre Aussage nimmt mit Hilfe von Filzstiftstrichen Form an, welche wie ein ausgerollter Stacheldraht die Körper und ihren Schmerz auf Kohlepapier zeichnet und dabei die unsicheren Formen des Lebendigen herausarbeitet. Ameneh bildet eine Reihe von gepeinigten Figuren ab: die Gesichter lösen sich auf, die Gliedmaßen zerstreuen sich, die menschliche Unversehrtheit wird aufgehoben. Dabei beschwört sie die Motive einer ganzen Ästhetik der Kunstgeschichte, von Brueghel über die Unförmigkeit der grotesken Portraits Leonardo da Vincis bis zu den Surrealisten, herauf. Dennoch besitzen alle Wesen, die durch ihre Hand entstehen, alle Eigenschaften des Menschseins, bis zu den Hufen des Stieres die von der Verrücktheit unserer Welt erzählen auf der sie herumtrampeln oder die sie nach Art der Kopfbedeckung eines Geisteskranken krönen. Vielleicht ist es aber im Blick in dem sich die Intensität der Aussage abspielt, dort wo das Unbewusste seine ganze Mehrdeutigkeit ausbreitet. Nichts als Schmerz lässt die Härte eines strengen Auges vermuten! Geht Böses nicht letztlich aus Bösem hervor? Und ist dieser düstere Blick den Ameneh zeichnet nicht gefüllt von Bedauern, Frustration und Hass gegen diese Liebe an der es so mangelt? Andere Augen, blutunterlaufen, geschlossen, fehlend, weißen eine Klage des Leidens und des Unverständnisses ab. Warum das Böse? Warum dieses Horn, welches uns durchbohrt.

Die Angst hinterlässt ihre Spuren in den Werken von Ameneh Moayedi.

Georges Oucif,

Paris, 2016

 

Ameneh Moayedi s’attaque à l’éternelle question du mal. Si le Diable a disparu de nos croyances, il n’a peut-être jamais autant sévi, sa corne nous blesse et, pire, elle cherche à détruire notre monde. C’est de cette douleur, née de l’univers anxiogène qu’est devenu le nôtre, que nous parlent les œuvres d’Ameneh Moayedi. L’artiste utilise des moyens très simples pour aller à l’essentiel, son discours prend forme à l’aide de traits de feutre déroulés comme un fil barbelé qui dessine les corps et leur douleur sur fond de fusain ébauchant les formes incertaines du vivant. Convoquant les motifs de toute une histoire esthétique, de Brueghel aux surréalistes en passant par la difformité des portraits grotesques de Léonard de Vinci, Ameneh brosse une galerie de figures tourmentées, les visages se défont, les membres s’éparpillent, l’intégrité humaine s’abolit. Pourtant, les êtres qui surgissent sous sa main, possèdent tous les attributs de l’humaine condition, et jusqu’aux pattes de taureau qui disent la folie de notre monde qu’elles piétinent ou couronnent à la manière d’un couvre-chef d’aliéné. Mais c’est peut-être dans le regard que se joue l’intensité du discours, là où l’inconscient déroule toute son ambiguïté. Que de douleur laisse supposer la dureté d’un œil sévère! Finalement, le mal ne nait-il pas du mal? Et ce regard sombre que dessine Ameneh, n’est-il pas empli de regret, de frustration et de haine pour cet amour qui fait tant défaut? D’autres yeux, pochés, ronds, fermés, manquants, déclinent toute une litanie de souffrance et d’incompréhension. Pourquoi le mal? Pourquoi cette corne qui nous transperce?

L’angoisse dépose sa lie dans les œuvres d’Ameneh Moayedi.

Georges OUCIF, Paris 2016

 

” La Corne qui Pique la Fesse de Dieu “  / „ Das Horn, das Gottes Hintern sticht ”

Welche Rolle spielt Gott aktuell in einer vom Dualismus zwischen Menschlichkeit und Bösem geprägter Welt? Ist es der Teufel oder dessen Seele die uns innewohnt? Oder ist es der Geist der Einheitlichkeit welcher umgeht und uns in die Irre führt. Der Mensch ist heutzutage auf sein Umfeld, seine „Welt” beschränkt. Er begnügt sich mit wortgewandten Reden ohne diese in die Tat umzusetzen. Wo ist die Menschlichkeit? Sie zweifelt. Wie im Buch Kohelet von Salomo fehlt ihr das Vertrauen in Gott und sie lässt die Dämonen die Oberhand über die Taten erlangen.
Ich habe zu diesem Thema eine Reihe von Zeichnungen erstellt, in denen sich Gott vom Horn des Teufels in den Hintern stechen lässt.

Ameneh Moayedi

Paris, Juli 2016

 

_______________________________________________________________________________________________

Petersburger Hängung 2016  ab 21.10.2016

Petersburger_2016

Petersburger Hängung
Ausgewählte Stamm- und Gastkünstler*innen stellen zum Jahresende gemeinsam aus:

„Die Petersburger Hängung“ – das ist Dynamik entlang weißer Wände, unglaubliche Vielfalt in einem Raum und die wunderbare Gelegenheit, Kunst unterschiedlichster Künstler und Künstlerinnen in geballter Form erleben zu können.

KunstVolle Begegnungen – ein spannender Austausch in der Galerie Neuesbild!


Galerie Neuesbild Trier

Eröffnung:
21. November 2016
Montag, ab 18:00 Uhr
————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————–
Petersburger Hängung
Ein künstlerischer Prozess ist nie in dem Moment beendet, wo ein Bild seinen Platz an einer Wand findet. Wie ein Kunstwerk wahrgenommen wird, entscheidet nicht der Künstler/die Künstlerin allein, der entstehende Eindruck ist vielmehr ein Wechselspiel aus drei Komponenten. Hier sind der tatsächlich abgebildete Inhalt des Werkes, die ästhetischen Vorlieben und das technische Vorwissen der betrachtenden Person und die Positionierung im Raum wirksam.
Bei einer klassisch-minimalistischen Raumaufteilung, wie sie in zeitgenössischen Galerien und Museen üblich ist, bekommt dabei jedes Werk eine eigene Bühne. Es nimmt eine bestimmte Menge Raum für sich allein ein, wird ideal ausgeleuchtet und dominiert so die Atmosphäre. Befinden sich jedoch mehrere Werke in einem Raum, so werden sie automatisch aufeinander bezogen. Die Botschaft ändert sich, wie es auch die Art der Betrachtung tut. Vergleiche sind kaum zu vermeiden, die Konzentration auf einzelne Werke fällt deutlich schwerer. Dieses irritierende Moment nutzt die sogenannte „Petersburger Hängung“ für sich mit Bedacht. Sie will stören, sie will die konzentrierte, idyllische Betrachtung einzelner Stücke beeinträchtigen, sie schafft eine Konkurrenzsituation. Es entsteht ein Kampf um die Aufmerksamkeit und Bewunderung der Betrachtenden, die Werke übertrumpfen einander, ohne dabei im einzelnen an Wirkung zu verlieren. So entsteht ein vollkommen neuer Wahrnehmungskontext, der eine andere Art des Sehens ermöglicht. Die Stimmung einer Ausstellung nach dem Vorbild der Petersburger Hängung ist unruhig und dennoch spannend, sie ist sehr intensiv und fordert ebenso viel, wie sie Möglichkeiten bietet. Dabei spielt auch das partizipative Element eine Rolle, welches einer Ausstellung zu eigen ist, die die Stücke einer so große Anzahl Künstler*innen umfasst. Sie alle arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und Werkzeugen, entstammen unterschiedlichen Schulen und interpretieren
unterschiedliche Stile. Sie erhalten eine faire Plattform, auf der für alle die gleichen Bedingungen gelten.

 

 

Unbenannt-1

Eröffnung der Ausstellung

Das Neue Bild + Rafael Springer

Beginn am 21. Oktober 2016, um 19:00 Uhr

Unsere Ausstellung “Das Neue Bild” wird am 21. Oktober 2016, um einen Künstler erweitert. Rafael Springer aus Luxemburg bietet mit einigen ausgesuchten Werken einen Einblick in seine ausdruckstarke, konsumkritische Kunst. Außerdem werden bisher ungezeigte Werke unserer momentan ausgestellten Künstler gezeigt.

Rafael Springer

City-Light-Poster, Reklamebilder oder Billboards sind heutzutage allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken in den Städten. Wir werden überflutet von perfekt ausgearbeiteten Bildern, Gesichtern und Körpern, die uns zwingen zu konsumieren. Rafael Springer interpretiert auf seine Weise kritisch und ästhetisch diese Reklamebilder, fügt zusammen, was nicht zusammengehört und prangert auf diese Weise die heutige Konsumgesellschaft an. Er transformiert die Reklamebilder in dem er ihre ursprüngliche Aussage entzaubert und quasi entkleidet oder vielmehr „abklatscht“ ODER IN GROSSE HOLZSCHNITTE RITZT und zum Wesentlichen zurückkehrt, so als sei der Abklatsch dieser Realität die eigentliche, zeitlosere Realität.

Die Welt ist eine Illusion. Rafael Springer klatscht sie ab!
Und was übrig bleibt, ist seine Welt, die Welt der Fantasie!

 

DAS_NEUE_BILD_1

Eröffnung der Ausstellung

„Das Neue Bild“

Beginn am 21. September 2016, um 19:00 Uhr

Für jeden Künstler ist die treibende Kraft hinter der Entwicklung eines neuen Kunstwerkes das Gefühl sich selbst übertreffen zu wollen. Das neuste Werk wird vom Künstler stets auch als das Beste seines kreativen Schaffensprozesses gewertet. Die Ausstellung „Das Neue Bild“ verfolgt das Ziel dem Betrachter die Auseinandersetzung unserer sechs aktuellen Künstler mit dieser schöpferischen Kraft näherzubringen.

Künstler:

Edouard Olszewski / Fotografie (Fr, De)
Waltraud Thorsrud / Malerei (De)
Volker Pannemann / Installation (De)
Joachim Wagner / Fotografie (De)
Dieter List / Relief  Kunst (De)
Ali Anvari / Malerei (Ir, De)

Nach insgesamt 16 erfolgreichen Ausstellungen beginnt für die Galerie NEUESBILD in Trier eine neue Epoche!

Inzwischen hat eine ganze Reihe regionaler, aber auch nationaler und sogar internationaler Künstler die Galerie NEUESBILD zu „ihrem Raum“ gemacht. Wir wollen unseren treuen Kunstliebhabern und -sammlern, aber auch neuen Gästen die Möglichkeit bieten ihr Dialogfeld mit den Künstlern zu erweitern.

Immer am 21. eines jeden Monats lädt NEUESBILD von 18:00 – 24:00 Uhr zu einer langen Galerienacht ein, bei der sowohl Stamm- als auch Gastkünstler ihre neuesten Kunstwerke zeigen werden. Malerei, Installation, Skulptur, dem Spektrum zeitgenössischer Kunst sind dabei keine Grenzen mehr gesetzt.

Eine weitere Neuerung ist die Erweiterung unseres Ausstellungskonzeptes, neben der Ausstellung in der Galerie, werden wechselnde Ausstellungen in größeren Räumlichkeiten in Trier und Umgebung präsentiert.

Seien Sie dabei. Begleiten Sie die Galerie NEUESBILD beim Aufbruch in „Das Neue Bild“ und teilen Sie mit uns Leidenschaft und Freude am kulturellen Austausch über zeitgenössische Kunst.