Bettina Reichert Unsichtbare Wände 21. April 2016

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Einzelausstellung 21.04.2016 – 14.05.2016

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Bettina Reichert
Unsichtbare Wände

 Malerei


Bettina Reichert, 1967 geb. in Trier, aufgewachsen in Westafrika, zeigt in ihren Werken ein sich formendes Miteinander von warmem Wachs, Acryl und Ruß. Ihre Bilder tragen stets den Nachhall menschlicher Wärmequellen in sich. Ihr Spiel mit Transparenz und Verhüllung stellt den Betrachter vor die Frage: Wenn wir nur den Mut haben, dahinter zu blicken, uns diese Chance geben, was verbirgt sich hinter den unsichtbaren Wänden …
… in uns?

Die Künstlerin aus Kell am See, wo sie unter anderem im dorfeigenen bis in die letzten Ecken gefüllten Bahnhof ausstellte, präsentiert ihre neuen Arbeiten als eine Erinnerung an die Distanz, die wir in uns tragen. Eine Kluft, die sich zunehmend wie ein Katarakt, dem graue Star, in unsere Wahrnehmung schleicht und sich als Schleier über unseren Blick auf die Welt legt. Ähnlich einer transparenten Grenze zwischen dem Auge und dem Bildgrund legt sich auch der Wachs wie eine Schleierwand auf die Bilder von Bettina Reichert.

“Was aber passiert mit uns, wenn wir diese Wände in uns wahrnehmen?”, fragt sich Bettina Reichert. “Würde es uns nicht allen besser ergehen, wenn wir achtsamer wären – uns und dem Anderen gegenüber?”

Aus diesem Grund werden 20% des Erlöses aller verkauften Bilder an den Sozialdienst katholischer Frauen in Trier gespendet, für den wir ebenfalls mehr die Augen öffnen sollten, da er in Not geratenen Menschen die Hand reicht. Denn erst wenn wir unsere abweisende Haltung erkennen, sind wir dazu fähig, uns wirklich zu einander zuzuwenden. “Dahinter und dazwischen blicken – entdecken – , wahrnehmen, was dahinter steckt, dies ist es, was das Leben spannend macht!”, so Bettina Reichert. “Wenn wir nur Mut haben, genauer zu sehen: Was verbirgt sich hinter den unsichtbaren Wänden… in uns?”