Ali Anvari

VITA

Geb. 1977 in Teheran / Iran

Ausstellungen:

Schön bist du … ( zum Hohelied Salomos), Bistum Trier 2015
Abstrakte Perser, Einzelausstellung Galerie Neuesbild 2015
Kulturwerkstatt, Tufa Trier 2014

Studium Kunst 2012-2015  : Europäische Kunstakademie Trier

Ali Anvari

Persische Miniaturen, Ornamente, sattes Rot, Türkis und Gold. Ali Anvari ist fasziniert von den Elementen, die die Kunst seiner Heimat Persien auszeichnen. Gleichzeitig bilden Farben und Formen der persischen Kunst die Säulen, auf denen sein eigenes Schaffen ruht.

Persische Teppiche vereinen auf einzigartige Weise alle Epochen, Kulturen und Völker des heutigen Iran. Ihre Entstehung erfordert Zeit, Aufmerksamkeit und ein Auge fürs Detail, das durch die aufwendigen Arbeitsprozesse bis hin zur Perfektion geschult wird. Die Teppiche entfalten dadurch eine Energie, derer man sich als Betrachter nur schwer entziehen kann.

In dieser Energie hat Ali Anvari ein Potenzial erkannt, das es ihm ermöglicht seine beiden Lebenswelten, die des Orients und die des Okzidents, miteinander zu verbinden. Er abstrahiert die ornamentalen Formen der Teppiche, die er als Malgrund verwendet, jedoch ohne ihre ursprüngliche Aussagekraft zu überdecken. Vielmehr entlockt seine Malerei den Teppichen weitere Facetten, die die vielen tausend Arbeitsschritte ihres Entstehungsprozesses sichtbar machen und mit dem Vordergrund in Einklang bringen.

Auf diese Weise entstehen einzigartige Gesamtkunstwerke, die den Malgrund, der dem Betrachter für gewöhnlich verborgen bleibt, besonders wertschätzen und hervorheben.

Fotos: David Kliewer

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Bettina Ghasempoor

STATEMENT

Mensch und Umwelt – beide in ständiger Bewegung, nie dem Stillstand ausgesetzt, aber der Veränderung und dem Druck, im Leben zu bestehen. Unvorhergesehen, zerbrechlich, manchmal brutal.
Also versuchen wir unser Dasein zu kontrollieren, denken in Rastern, Formen, Erwartungen, sind geprägt von Tradition, Religion, Macht.
Doch das Leben ist mehr, ungezwungen, freiheitsliebend, es bahnt sich seinen Weg, unbekümmert, schlängelt sich durch Höhen und Tiefen, bricht hervor mit all seiner Kraft und Freude, die in ihm steckt.
Licht und Schatten, Farben und Bilder, Bewegung, unersättlich und immer wieder neu, in neuer Pracht und Trauer, unverständlich und schön, auf der Suche nach Identität, nach Sinn, Verständnis, Anerkennung, Liebe.
Der Mensch sucht sich in der Welt, in der er lebt und das Glück sucht ihn und manchmal finden sie sich.

VITA

1965 in Saarbrücken geboren
Studium der Kunstgeschichte, Ecole du Louvre, Paris
Künstlerin, Dozentin, Autorin, Reisende …

Fotografie / Konzeptkunst
bettinaghasempoor.wordpress.com

Ausstellungen:

TUFA Trier, Jahresausstellung der Gesellschaft Bildende Kunst Trier,
November 2014
Trier Galerie, Architektur Fotografie „Trierer Ansichten“, Mai 2014
TUFA Trier, Jahresausstellung der Gesellschaft Bildende Kunst Trier
November 2013
TUFA Trier, Artothek, September 2013
Galerie Ansichtssache, Konz,  Einzelausstellung, „Farbvergnügen – Le Plaisir des Couleurs“, April 2013
Galerie Ansichtssache, Konz, Gruppenausstellung „kurz gedacht“, Dezember 2012
TUFA Mail Art, November 2010

Chikako Kato

Chikako Kato ist unterwegs, als Person, als Malerin. Gleichviel, wohin der Weg führt, sie scheint auf der Reise, und ihre Arbeit ist ebenso auf der (Durch-) Reise wie auch für die Reise gemacht.

Wenn wir Radio hören, so verstehen die wenigsten unter uns, wie es (technisch) möglich ist, Radio zu hören. Wir erinnern uns vielleicht vage, daß die Rede oder die musikalische Darbietung zwischen dem Mikrophon im Aufnahmestudio und den Lautsprechern des Rundfunkempfängers einem Prozeß der Übersetzung, der Überführung in etwas Unverstandenes, jedenfalls aber Lautloses unterworfen wird. Die elektrotechnischen Fertigbauteile, welche diese Transformation und Emission von Kommunikation erstmals massenhaft ermöglichten, kleinteilige Transistoren, Widerstände, gedruckte Schaltungen, traten zuerst in jenem Erzeugnis der modernen Warenwelt auf, mit dem sich Japan in mehrfacher Beziehung nach seiner eigenen Wirtschaftswunderzeit im Europa der Nachkriegsjahre zurückmeldete, nämlich mit dem batteriebetriebenen Transistorradio und dem Autoradio. Beginnen möchte ich hier deshalb mit einer fiktiven, fast jedoch autobiographisch zu nennenden ‘Erinnerung': “Communication breakdown, it’s always the same / Communication breakdown, it drives me insane!” Diesen (mit einer fast hysterisch kreischenden, zwischen Falsett und dunklem Bluestimbre glissierenden Stimme vorgetragenen) Refrain Robert Plants und das zugehörige Gitarrenriff von Jimmy Page wird einzelnen älteren Modellen im Publikum noch im Ohr sein. Vorstellbar wäre nun ohne weiteres, daß diese für große Lautstärke produzierte Hard-Rock-Phrase noch gegen 1973, dem Geburtsjahr von Chika Kato, an einem heißen Sommernachmittag im Schwimmbad aus einem winzigen Transistorradio oder scheppernd aus einem transistorisierten Autoradio tönte. Led Zep waren “big” in den USA, in Japan wie im alten Europa, also jenen Weltgegenden, die die Malerin während der vergangenen Jahre durchstreift hat. Kommunikation über den Zusammenbruch von Kommunikation wurde da zum Thema, einem Thema das sich auf mehreren Reflexionsebenen auch in die Bilder eingeschrieben hat, denen ich mich mit Ihnen nun zuwenden möchte.

Beginnen wir einfach, ja vereinfachend beim Motiv. Als Widerstände, Halbleiterdioden und Transistoren in einer pnp-Schaltung lassen sich die eigenartigen ‘Wesen’ schnell identifizieren, die CK auf und vor stets wechselnden Farbgründen silhouettierend, reliefierend oder schlagschattenwerfend in Bewegung gesetzt hat. Der Effekt ist zunächst der eines eigenwilligen Neo-Surrealismus und ein durchaus fröhlicher, der an Miró erinnern mag, gelegentlich aber auch der eines Post-Minimalismus. (Ausnahme: die drei ‘streng’ geometrisch geordneten Arbeiten, deren Flächenmittelpunkt von einer einzigen und mithin einsamen ‘widerständigen Transistoren-Gestalt’ eingenommen wird.) Warum dieses Motiv und warum der Titel “Mind Games”? Es geht um ein Experiment von spielerischem Ernst, aber auch um ein ernstes Spiel, das ikonographisch um das Phänomen Kommunikation und das Verhältnis von Verstehen und Nichtverstehen zu kreisen scheint. Wie in meiner Behauptung, das Radio stelle für die meisten von uns ein Mittel der Verständigung dar, dessen interne Verständigungstechnik wir dabei nicht verstehen und jedenfalls ignorieren, begegnet man auch in der Bildfolge Chikako Katos einer Suche nach einer Verständigung über Farbe und Form, welche sich in ironischem Spiel eines ‘Mediums’ bedient, das von uns allen als selbstverständlich hingenommen, dabei in seinem Funktionieren doch nur von den wenigsten begriffen wird.

“Emitter-, Kollektor- und Basiszone”, “Polung”, “Spannungs- und Stromverstärkung”, derlei Begriffe, wie sie das Techniklexikon zur Erläuterung der Funktionsweise eines Transistors anbietet, lassen sich mit geringer Anstrengung auch für die Beschreibung der Bilder von Frau Kato nutzen – die ‘malerische Basiszone’ der Farbfelder, die ‘Emissionsarrangements’ der graphisch angezeigten Wellenlinien, die ‘Kollektorwirkung’ der knallbunten, insektenhaft die Bildquadrate kontrollierenden Klein-‘Wesen’ elektrotechnischer Herkunft. Der Blick in ein transistorbetriebenes Autoradio älteren Baujahrs, der wohl tatsächlich am Beginn der Entwicklung der heute abend gezeigten Bildsequenz Katos stand, löste bei der Malerin wohl nicht zuletzt deshalb einige Faszination aus, weil sie sich einem mit stark kontrastierenden Buntwerten bestückten ‘Malkasten’ als den Darstellungsmitteln und dabei zugleich doch auch dem ‘Motiv’ gegenüber fand, das ‘ikonographisch’ zum Auslöser ihrer “Mind Games” wurde.

Einige weitere Stichworte zu Katos Arbeiten und Arbeitsweise: die Malerin erzielt eine Verlebendigung des ‘technisch Toten’ ihres Hauptmotivs durch kurvierte Neuanordnung der im transportablen Rundfunkempfänger elektronisch und rechtwinklig angeordneten Bauteile der Kommunikationsindustrie. Reguliert wird das Motivische von Widerständen, Transistoren und gedruckten Schaltungen im Auftreten jedoch auch hier — und zwar durch die rechtwinkligen, zentralisierenden Bildquadrate und deren Hängung. Im kleinen Maßstab der Bilder erscheint das real Kleine der Motive als etwas überraschend Großes; die aus der äußeren Welt bekannte Relation von Groß und Klein verschiebt sich in der bildinternen Wirklichkeit vor allem auf Grund des koloristischen Kalküls und des von allem Zweckhaften ‘abstrahierenden’ Verhältnis von Farb-Grund zu Motiv-Figur. Die Anordnung des Motivischen in den Farbfeldern wird als Komposition, als Flächenfüllung, als die ‘Beherrschung’ der ‘abstrakten’ Farbfelder durch selbst winzige ‘Zeichen’ erfahren. (Beispiele nennen!) – An den Arbeiten Chikako Katos fällt die Vermeidung des Handschriftlichen, gar Kalligraphischen auf, an dessen Stelle ein malerische Feintechnik tritt, die abermals an die Erfordernisse beim Bau eines Transistorradios denken läßt. – Das orthogonale, in der Radiotechnik auf Platzersparnis und Übersichtlichkeit abgestellte Anordnungsmuster ersetzt Kato durch betont biomorphe Arrangements, der zu einem neuen und eigenen Sinn geordneten Teile im Gemälde. Die Farbigkeit: Kato setzt die Farbe im einzelnen Bildquadrat (bei nur wenigen Ausnahmen) stets monochrom ein; dabei geben sich bald freilich einige Varianten im Farbauftrag zu erkennen, welche für den hier eher die Fläche der Leinwand als ebene Ebene akzentuierenden, dort einen eher farbräumlichen Eindruck, dann wieder für eine Reliefierung der Schatten werfenden ‘Figur’ vor ihrem (Farb-) Grund sorgen. Entgegen der Monochromie des einzelnen Gemäldes erzeugt deren Arrangement in der sequentiellen Hängung den Effekt intensiver Buntfarbigkeit, einen Effekt, der so im Großen wiederholt, was am Einzelmotiv des farbig kodierten Widerstands auch eine der Eigenschaften des Sujets ausmacht. Genauer: Im Einzelbild stehen die meist sehr kleinformatig gegebenen, bunt gestreiften Elektrobauteile als ‘Motiv’ dem einheitlich und gleichmäßig eingefärbten, die gesamte verfügbare Fläche ausfüllenden Farbfeld gegenüber. Das Kleine ist bunt, das große Ganze hingegen farbeinheitlich vor Augen gestellt. Diese interne Farbordnung des einzelnen Bildes erfährt eine Antwort, einen Reflex in der Abfolge der ca. dreißig gezeigten Bilder – nun freilich erscheint das Nebeneinander der quadratischen Bildfelder als das Grellbunte, während dem die verwinkelte, monochrom-weiß gestrichene Galeriewand zur Folie wird. Zwischen dem Einzelgemälde und der Serie herrscht (sozusagen) eine Relation umgekehrter Proportionalität, der stete Farbwechsel innerhalb der Bilderfolge korrespondiert dem Wechsel kontrastierender Farbstreifen am ‘Motiv’, an dem sie allerdings ganz unkünstlerischen, produktionstechnisch bedingten Zwecken gehorchten, aus denen Chikako Kato sie malend ‘befreit’ hat.

Zurück zum Start: Ich hätte mich sehr mißverständlich ausgedrückt, wenn Sie nun etwa auf die Idee verfielen, es handele sich in dieser one-woman-show um eine ‘gemalte Kommunikationstheorie’ oder aber um eine ‘Meditation’ über die Mittel der Malerei. “Mind Games” (als “Gedankenspiele” nur sehr unzulänglich ins Deutsche zu übersetzen) führen Paradoxien des Verstehens – und wohl auch des Mißverstehens – vor Augen. Ob im Zentrum oder an der Peripherie ihrer farbigen Spannungsfelder angeordnet, es apellieren die aus Transistoren und Widerständen entwickelten ‘Bildfigürchen’ Katos stets auch an den Gedanken, an den Verstand des Bildpublikums, in dem sie spielend und spielerisch eine Reflexion über den sinnlich-heiteren Eindruck und dessen Herkunft auslösen können.

Dr. D.W. Dörrbecker   2004

Galerie Neuesbild

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Der Dom zu Trier – ein vertrauter Unbekannter

Detemple

Einblicke in Deutschlands älteste Kathedrale

gesehen von Gerd Detemple

Photoaustellung vom 21 Juli bis 21 August 2017

Eröffnung am 21 Juli 2017 um 18:00 Uhr

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Im Traum oder Delirium ,Einzelausstellung von Milad Rahimi

21.04.2017 – 18.06.2017

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Im Traum oder Delirium

Vernissage am 21.04.2017, 18 Uhr

Einzelausstellung von Milad Rahimi

Digital Malerei/

Im Traum oder Delirium

Wie lang soll vergehen dein Leben mit deiner selbst
Auf der Suche nach dem Alles oder Nichts
Trinken wir auf ein Leben, auf das der Tod wartet
Sollen wir auf seine Vergänglichkeit im Schlaf oder in Trunkenheit trinken?

Seit jeher ist die vergängliche Schale des Menschen der Launen und der Macht der Natur unterlegen.

Die wenigen Menschen, die über ihr physikalische Schale als Mensch hinauswachsen und sich dem unendlichen Tiefe dieser Schöpfung widmen, werden ihren Mitmenschen Fremd. Denn ihrem Geist reicht das täglich Brot nicht mehr und dieser fordert mehr um genährt zu werden. Ohne das Verständnis des Ganzen mit der Ratio als seine tragende Säule erscheint die menschliche Schale leer und unvollkommen. Khayyam sieht in diesem Zusammenhang die Trunkenheit als die Trennung zwischen klarem Verstand und dem menschlichen Körper in seiner physikalischen Funktionalität. Die vollkomme Trennung erfolgt nach seiner Sicht allein durch den Wein des Wissens, da er die endgültige Akzeptanz der Endlichkeit in seiner Ewigkeit durch die Ratio begreifen lässt und zum „Los lassen“ der physikalischen Schale verhilft. Diese Menschen bezeichnet er als „Wissenstrunken“

Die Menschen, die dem tieferen Sinn des Daseins gegenüber jedoch gleichgültig sind, bezeichnet er als „schlafende Menschen“. Bei diese Art Menschen zieht das Leben ohne jegliche Interaktion mit ihrem Geiste und ohne jeglichen Beitrag ihrerseits an ihnen vorbei. Nach dem Tod ihres Körpers hat diese Lebensform auch die Erlöschung ihres Geistes zur Folge und macht diesen ebenfalls vergänglich.

Hierbei stellt sich dem Künstler die Frage, welche Existenzweise sich gut bewährt? Eine einfache Lebensart im Schlaf der Ignoranz und des Unwissens oder ein Leben im Dienste der Ratio als Wissenstrunkener.

In dieser Kunstreihe wird die Auseinandersetzung des Menschen mit der ewigen Ratio und die Endlichkeit seiner selbst dargestellt. Diese Arbeit geht auf den persischen Mathematiker, Astronom, Philosoph und Dichter Omar Khayyam und seine Schriften zurück, die den Künstler inspiriert haben.

 

Ausstellungszeitraum 21. April . – 18. Juni. 2017

 

Milad Rahimi
Geboren am 21. Mai 1988 in Teheran (Iran) Architekt und Stadtplaner

Während seines Architekturstudiums in Teheran beschäftigte er sich bereits mit diversen Kunstarten und Kunsttechniken und sammelte die ersten Erfahrungen. Danach arbeitete er professionell als Chefdesigner sowie -graphiker für verschiedene namhafte Unternehmen wie „Golden Berry“ und „Icepack“.

Milad war immer an der künstlerischen Ausdrucksweise jegliches Gedankengutes interessiert. Er ging dies nicht nur beruflich an, sondern sah es als seine persönliche Berufung, die ihn sein Leben lang begleitet. Aus diesem Grund initiierte er neben seiner beruflichen Laufbahn auch viele eigene Kunstriehen und -projekten um einen Dialog in einer allgemeingültigen Sprache – die Sprache der Kunst – über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus anzuregen.

 

 

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Amene Moayedi ” La Corne qui Pique la Fesse de ”  ab 21.02.2017 – 18.03.2017

Expo site

                                                        ” La Corne qui Pique la Fesse de Dieu “

Actuellement, dans un monde entouré par la dualité entre l’humanité et le mal, quel est le rôle de Dieu ? Est-ce le diable ou cette âme qui nous habite? Ou est-ce cet esprit de l’unité qui erre et nous égare?

L’humain est aujourd’hui cantonné à son cercle, son monde. Il se contente de paroles éloquentes sans les mettre en actions. Où est l’humanité ? Elle doute. Comme dans le livre Ecclésiaste de Salomon, elle manque de confiance en Dieu et laisse les démons prendre le dessus sur les actes. J’ai réalisé une série de dessins Dieu se faisant piquer les fesses par la corne du Diable.

Ameneh,

Juillet 2016 Paris.

 

Ameneh Moayedi nimmt die ewige Frage nach dem Bösen in Angriff. Falls der Teufel aus unserem Glauben verschwunden ist, so hat er dennoch vielleicht noch nie so verheerend sein Unwesen getrieben. Sein Horn verletzt uns und, schlimmer noch, versucht unsere Welt zu zerstören. Es ist von diesem Schmerz, geboren aus dem angsteinflößenden Universum welches das unsrige geworden ist, vom dem Ameneh Moayedis Werke sprechen. Die Künstlerin bedient sich sehr einfacher Mittel um die Dinge auf den Punkt zu bringen. Ihre Aussage nimmt mit Hilfe von Filzstiftstrichen Form an, welche wie ein ausgerollter Stacheldraht die Körper und ihren Schmerz auf Kohlepapier zeichnet und dabei die unsicheren Formen des Lebendigen herausarbeitet. Ameneh bildet eine Reihe von gepeinigten Figuren ab: die Gesichter lösen sich auf, die Gliedmaßen zerstreuen sich, die menschliche Unversehrtheit wird aufgehoben. Dabei beschwört sie die Motive einer ganzen Ästhetik der Kunstgeschichte, von Brueghel über die Unförmigkeit der grotesken Portraits Leonardo da Vincis bis zu den Surrealisten, herauf. Dennoch besitzen alle Wesen, die durch ihre Hand entstehen, alle Eigenschaften des Menschseins, bis zu den Hufen des Stieres die von der Verrücktheit unserer Welt erzählen auf der sie herumtrampeln oder die sie nach Art der Kopfbedeckung eines Geisteskranken krönen. Vielleicht ist es aber im Blick in dem sich die Intensität der Aussage abspielt, dort wo das Unbewusste seine ganze Mehrdeutigkeit ausbreitet. Nichts als Schmerz lässt die Härte eines strengen Auges vermuten! Geht Böses nicht letztlich aus Bösem hervor? Und ist dieser düstere Blick den Ameneh zeichnet nicht gefüllt von Bedauern, Frustration und Hass gegen diese Liebe an der es so mangelt? Andere Augen, blutunterlaufen, geschlossen, fehlend, weißen eine Klage des Leidens und des Unverständnisses ab. Warum das Böse? Warum dieses Horn, welches uns durchbohrt.

Die Angst hinterlässt ihre Spuren in den Werken von Ameneh Moayedi.

Georges Oucif,

Paris, 2016

 

Ameneh Moayedi s’attaque à l’éternelle question du mal. Si le Diable a disparu de nos croyances, il n’a peut-être jamais autant sévi, sa corne nous blesse et, pire, elle cherche à détruire notre monde. C’est de cette douleur, née de l’univers anxiogène qu’est devenu le nôtre, que nous parlent les œuvres d’Ameneh Moayedi. L’artiste utilise des moyens très simples pour aller à l’essentiel, son discours prend forme à l’aide de traits de feutre déroulés comme un fil barbelé qui dessine les corps et leur douleur sur fond de fusain ébauchant les formes incertaines du vivant. Convoquant les motifs de toute une histoire esthétique, de Brueghel aux surréalistes en passant par la difformité des portraits grotesques de Léonard de Vinci, Ameneh brosse une galerie de figures tourmentées, les visages se défont, les membres s’éparpillent, l’intégrité humaine s’abolit. Pourtant, les êtres qui surgissent sous sa main, possèdent tous les attributs de l’humaine condition, et jusqu’aux pattes de taureau qui disent la folie de notre monde qu’elles piétinent ou couronnent à la manière d’un couvre-chef d’aliéné. Mais c’est peut-être dans le regard que se joue l’intensité du discours, là où l’inconscient déroule toute son ambiguïté. Que de douleur laisse supposer la dureté d’un œil sévère! Finalement, le mal ne nait-il pas du mal? Et ce regard sombre que dessine Ameneh, n’est-il pas empli de regret, de frustration et de haine pour cet amour qui fait tant défaut? D’autres yeux, pochés, ronds, fermés, manquants, déclinent toute une litanie de souffrance et d’incompréhension. Pourquoi le mal? Pourquoi cette corne qui nous transperce?

L’angoisse dépose sa lie dans les œuvres d’Ameneh Moayedi.

Georges OUCIF, Paris 2016

 

” La Corne qui Pique la Fesse de Dieu “  / „ Das Horn, das Gottes Hintern sticht ”

Welche Rolle spielt Gott aktuell in einer vom Dualismus zwischen Menschlichkeit und Bösem geprägter Welt? Ist es der Teufel oder dessen Seele die uns innewohnt? Oder ist es der Geist der Einheitlichkeit welcher umgeht und uns in die Irre führt. Der Mensch ist heutzutage auf sein Umfeld, seine „Welt” beschränkt. Er begnügt sich mit wortgewandten Reden ohne diese in die Tat umzusetzen. Wo ist die Menschlichkeit? Sie zweifelt. Wie im Buch Kohelet von Salomo fehlt ihr das Vertrauen in Gott und sie lässt die Dämonen die Oberhand über die Taten erlangen.
Ich habe zu diesem Thema eine Reihe von Zeichnungen erstellt, in denen sich Gott vom Horn des Teufels in den Hintern stechen lässt.

Ameneh Moayedi

Paris, Juli 2016

 

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Petersburger Hängung 2016  ab 21.10.2016

Petersburger_2016

Petersburger Hängung
Ausgewählte Stamm- und Gastkünstler*innen stellen zum Jahresende gemeinsam aus:

„Die Petersburger Hängung“ – das ist Dynamik entlang weißer Wände, unglaubliche Vielfalt in einem Raum und die wunderbare Gelegenheit, Kunst unterschiedlichster Künstler und Künstlerinnen in geballter Form erleben zu können.

KunstVolle Begegnungen – ein spannender Austausch in der Galerie Neuesbild!


Galerie Neuesbild Trier

Eröffnung:
21. November 2016
Montag, ab 18:00 Uhr
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Petersburger Hängung
Ein künstlerischer Prozess ist nie in dem Moment beendet, wo ein Bild seinen Platz an einer Wand findet. Wie ein Kunstwerk wahrgenommen wird, entscheidet nicht der Künstler/die Künstlerin allein, der entstehende Eindruck ist vielmehr ein Wechselspiel aus drei Komponenten. Hier sind der tatsächlich abgebildete Inhalt des Werkes, die ästhetischen Vorlieben und das technische Vorwissen der betrachtenden Person und die Positionierung im Raum wirksam.
Bei einer klassisch-minimalistischen Raumaufteilung, wie sie in zeitgenössischen Galerien und Museen üblich ist, bekommt dabei jedes Werk eine eigene Bühne. Es nimmt eine bestimmte Menge Raum für sich allein ein, wird ideal ausgeleuchtet und dominiert so die Atmosphäre. Befinden sich jedoch mehrere Werke in einem Raum, so werden sie automatisch aufeinander bezogen. Die Botschaft ändert sich, wie es auch die Art der Betrachtung tut. Vergleiche sind kaum zu vermeiden, die Konzentration auf einzelne Werke fällt deutlich schwerer. Dieses irritierende Moment nutzt die sogenannte „Petersburger Hängung“ für sich mit Bedacht. Sie will stören, sie will die konzentrierte, idyllische Betrachtung einzelner Stücke beeinträchtigen, sie schafft eine Konkurrenzsituation. Es entsteht ein Kampf um die Aufmerksamkeit und Bewunderung der Betrachtenden, die Werke übertrumpfen einander, ohne dabei im einzelnen an Wirkung zu verlieren. So entsteht ein vollkommen neuer Wahrnehmungskontext, der eine andere Art des Sehens ermöglicht. Die Stimmung einer Ausstellung nach dem Vorbild der Petersburger Hängung ist unruhig und dennoch spannend, sie ist sehr intensiv und fordert ebenso viel, wie sie Möglichkeiten bietet. Dabei spielt auch das partizipative Element eine Rolle, welches einer Ausstellung zu eigen ist, die die Stücke einer so große Anzahl Künstler*innen umfasst. Sie alle arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und Werkzeugen, entstammen unterschiedlichen Schulen und interpretieren
unterschiedliche Stile. Sie erhalten eine faire Plattform, auf der für alle die gleichen Bedingungen gelten.

 

 

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Eröffnung der Ausstellung

Das Neue Bild + Rafael Springer

Beginn am 21. Oktober 2016, um 19:00 Uhr

Unsere Ausstellung “Das Neue Bild” wird am 21. Oktober 2016, um einen Künstler erweitert. Rafael Springer aus Luxemburg bietet mit einigen ausgesuchten Werken einen Einblick in seine ausdruckstarke, konsumkritische Kunst. Außerdem werden bisher ungezeigte Werke unserer momentan ausgestellten Künstler gezeigt.

Rafael Springer

City-Light-Poster, Reklamebilder oder Billboards sind heutzutage allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken in den Städten. Wir werden überflutet von perfekt ausgearbeiteten Bildern, Gesichtern und Körpern, die uns zwingen zu konsumieren. Rafael Springer interpretiert auf seine Weise kritisch und ästhetisch diese Reklamebilder, fügt zusammen, was nicht zusammengehört und prangert auf diese Weise die heutige Konsumgesellschaft an. Er transformiert die Reklamebilder in dem er ihre ursprüngliche Aussage entzaubert und quasi entkleidet oder vielmehr „abklatscht“ ODER IN GROSSE HOLZSCHNITTE RITZT und zum Wesentlichen zurückkehrt, so als sei der Abklatsch dieser Realität die eigentliche, zeitlosere Realität.

Die Welt ist eine Illusion. Rafael Springer klatscht sie ab!
Und was übrig bleibt, ist seine Welt, die Welt der Fantasie!

 

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Eröffnung der Ausstellung

„Das Neue Bild“

Beginn am 21. September 2016, um 19:00 Uhr

Für jeden Künstler ist die treibende Kraft hinter der Entwicklung eines neuen Kunstwerkes das Gefühl sich selbst übertreffen zu wollen. Das neuste Werk wird vom Künstler stets auch als das Beste seines kreativen Schaffensprozesses gewertet. Die Ausstellung „Das Neue Bild“ verfolgt das Ziel dem Betrachter die Auseinandersetzung unserer sechs aktuellen Künstler mit dieser schöpferischen Kraft näherzubringen.

Künstler:

Edouard Olszewski / Fotografie (Fr, De)
Waltraud Thorsrud / Malerei (De)
Volker Pannemann / Installation (De)
Joachim Wagner / Fotografie (De)
Dieter List / Relief  Kunst (De)
Ali Anvari / Malerei (Ir, De)

Nach insgesamt 16 erfolgreichen Ausstellungen beginnt für die Galerie NEUESBILD in Trier eine neue Epoche!

Inzwischen hat eine ganze Reihe regionaler, aber auch nationaler und sogar internationaler Künstler die Galerie NEUESBILD zu „ihrem Raum“ gemacht. Wir wollen unseren treuen Kunstliebhabern und -sammlern, aber auch neuen Gästen die Möglichkeit bieten ihr Dialogfeld mit den Künstlern zu erweitern.

Immer am 21. eines jeden Monats lädt NEUESBILD von 18:00 – 24:00 Uhr zu einer langen Galerienacht ein, bei der sowohl Stamm- als auch Gastkünstler ihre neuesten Kunstwerke zeigen werden. Malerei, Installation, Skulptur, dem Spektrum zeitgenössischer Kunst sind dabei keine Grenzen mehr gesetzt.

Eine weitere Neuerung ist die Erweiterung unseres Ausstellungskonzeptes, neben der Ausstellung in der Galerie, werden wechselnde Ausstellungen in größeren Räumlichkeiten in Trier und Umgebung präsentiert.

Seien Sie dabei. Begleiten Sie die Galerie NEUESBILD beim Aufbruch in „Das Neue Bild“ und teilen Sie mit uns Leidenschaft und Freude am kulturellen Austausch über zeitgenössische Kunst.

 

 

 

Joe Leiner

VITA

*1990 in Luxemburg-Stadt

Ausbildung

2014 – heute: Master Design, Hochschule Trier
2011 – 2014: Intermedia Design Bachelor of Arts, Hochschule Trier; Auslandssemester an der Bergen Academy of Art and Design, Norwegen
2010 – 2011: Prepress Operator, Lycée Technique des Arts et Métiers


2013 – heute: Freelancer und freier Mitarbeiter bei De Verlaach, Luxembourg
2012 – 2013: Tutor und studentische Hilfskraft an der Hochschule Trier, Neue Medien & Projektion

www.joeleiner.com

Alexander Harry Morrison

STATEMENT

Meine Werke mischen analytisches Zeichnen und künstlerische Expression; sie sind Enthüllungen über die Sprache von heiligen Plätzen, historische Monumente, Bäume, Flüsse, Industrieanlagen. Die Entdeckung des Lebens und der Landschaft um uns und wie wir auf sie über den Jahren hinweg eingewirkt haben. Ich schöpfe meinen Motiven aus Orten, die ich sehr gut kenne; diese bieten die notwendige räumliche und gedankliche Nahe zum Motiv, weshalb den lokalen Region, sowie Orte in dem Ich längere Zeit gelebt habe, eine wiederkehrende Rolle in meine Arbeit finden.

Zeichnen bedeutet die Umgebung nicht einfach abzubilden, sondern Gegensätze zu erkennen, in ihren Elementarteile zu trennen und zu etwas Neuem zusammenzusetzen. Das Zeichnen freier Hand formt der Basis alle meinen Bildern. Anders als die fotografische Momentaufnahme enthält eine Zeichnung eine zeitliche Dimension sowie eine körperliche Energie und geistige Interpretation.

Diese Beobachtungen entwickle ich meist zu Originaldrucke weiter (Radierungen, Kaltnadelstich, Linolschnitte). Neulich spiele ich auch mit großformatigen Werken in Kohle und Acryl. In das Skalieren sowie Erstellung eines Drucks sehe ich ein Prozess der Abnabelung vom Künstler Selbst – das Werk ist sozusagen befreit. Wo der ursprünglichen Zeichnung eher eine persönliche Dokumentation meine Wahrnehmung, Erfahrungen und Reaktion darauf bezwecke, sollen diese Werke für sich existieren, ihr Umfeld ergänzend.

Ich siehe der Sinn der Kunst darin, dass es an sich keinen Sinn hat, sondern existiert um eine tiefere und unbefangenere Wahrnehmung zu ermöglichen durch unterschiedlichen parallel Sichtweisen. Kunst zu machen muss stets eine Gratwanderung zwischen Kreation und Zerstörung werden; genau das macht es aufregend und profund.

VITA

*1972 in Glasgow
1990-1994 BA Illustration, Glasgow School of Art
1996 Freelancer
1998 Grabungszeichner im Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel
Heute: Dozent für Originalgrafische Techniken an der Hochschule Trier

Ausstellungen

2012 Grünhäusermühle, Mertesdorf: Originaldrucke
2012 Fenster für die Kunst, ESO Trier: Gemälde/ Originaldruck
2013 Elephantparade Trier/Luxemburg
2013/14 EGP-Bühne, Trier: Originaldruck/ Zeichnungen
2014 Kulturzentrum ehemalige Synagoge, Schweich: Originaldruck

Werner Persy

VITA

*1924 in Trier, Deutschland
1945 – 1951 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Friedrich Schmurr und Otto Pankok
Seit 1952 freischaffend in Trier tätig
Lebt und arbeitet in Trier

Ausstellungen

Zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, Luxembourg, Russland, Schweiz und in den USA. Größere Arbeiten an sakralen und öffentlichen Gebäuden im In- und Ausland, u.a. in Rom, Venedig, Berlin, Saarbrücken, Mainz, Trier, Bonn, München, Ottobrunn, Boppard, in der Schweiz, Japan und in den USA.

Sammlungen

Grafiken und Gemälde sind im Besitz von öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland, u.a. Kulturministerium Rheinland-Pfalz, Pfalzgalerie Kaiserslautern, Kunstsammlung Göppingen, Staatsbibliothek Hamburg, Stadtbibliothek Trier.

Preise

2005    BBK-Kunstpreis Rheinland-Pfalz
2000    Ramboux-Preis der Stadt Trier
1978    Grafikpreis der Stadt Kirn / Rheinland-Pfalz